Autor: oaterlangen

  • Antifaschistischer Kneipenabend

    Antifaschistischer Kneipenabend

    Kommt zum antifaschistischen Kneipenabend!
    Am Freitag ist unser antifaschistischer Kneipenabend, kommt vorbei um uns als Gruppe kennenzulernen oder euch auf eine warme Mahlzeit und ein kühles Getränk ins Zewi zu setzen. Außerdem wird der Kartentausch vor Ort sein wo ihr wieder euer Bargeld gegen Gutscheine eintauschen könnt.

    🗓️ Freitag, 13.02.

    ⏱️ 19 Uhr

    📍 Zentrum Wiesengrund

  • Film und Diskussion

    Film und Diskussion

    Am Abend des 28. Januar schauen wir um 19 Uhr gemeinsam in der Sophie den Film „Im inneren Kreis“ in dem es um verdeckte Ermittler innerhalb linker Strukturen geht und diskutieren die Rolle von verdeckten Ermittlern und V-Personen für den Staat und seine Repressionen.
    Kommt gerne vorbei!

  • Keinen Schritt nach Rechts!

    Keinen Schritt nach Rechts!

    Die Kommunalwahlen in Bayern stehen an, und auch dieses Mal ist die „Alternative für Deutschland“ vertreten. Mit menschenverachtender, rassistischer und queerfeindlicher Politik versuchen sie Stimmen für sich, für das Kapital und gegen uns Arbeiter*innen zu gewinnen. Am Samstag den 31.01.2026 stellen wir uns dem entgegen!
    Um 9.30 Uhr gibt es eine Kundgebung am Rathausplatz mit einem anschließenden Demozug zum Hugenottenplatz!
    Wir zeigen der AfD, dass wir sie nicht ihre menschenfeindliche Politik unter die Leute bringen lassen!
    Kommt zahlreich und unterstützt uns!

  • Die Revolution in Rojava verteidigen!

    Die Revolution in Rojava verteidigen!

    Wir gehen am Sonntag gemeinsam auf die Straße, um gegen die neueste Angriffswelle auf die Selbstverwaltung in Nordost Syrien auf die Straße zu gehen. Wir stehen solidarisch an der Seite der Kurd*innen, der Frauen, Revolution und all denen, die aktuell Rojava verteidigen.

    🗓 25.01.2026
    🕖16:00 Uhr
    📍Hugenottenplatz Erlangen

  • Feldversuche – Solifeier

    Feldversuche – Solifeier

    Seit den 1980ern ermöglichten die Räume in der Erlanger Feldstraße 22 – übergangsweise der Sophienstraße 94 – politisches, solidarisches und antifaschistisches Engagement. Nun beginnt ein neues Kapitel. Im März eröffnen wir einen neuen Raum im Herzen des Zollhausviertels.
    Feiert schon jetzt mit uns im Zentrum Wiesengrund diesen neuen Feldversuch – mit Breaks und Techno- und sammelt dabei Geld für die neuen Räumlichkeiten.
    Eine Veranstaltung der aktiven Gruppen und Initiativen der ehemaligen Feldstraße 22.

    🗓️ 31. Januar

    ⏱️ Ab 21:00 Uhr

    📍 Zentrum Wiesengrund

    Lineup:
    • Basssozial – Nürnberg
    • Westlake x Hayter – clear memory – Leipzig
    • Bgrail – Erlangen
    • + Warmup: The 2nd Hand

  • Den rechten Wahlkampf sabotieren!

    Den rechten Wahlkampf sabotieren!

    Am 31. Januar beginnt die AfD hier in Erlangen mit ihrem kommunalen Wahlkampf und wie immer werden wir uns Ihnen entgegen stellen!

    Wir beginnen unsere Kungebung um 9:30 Uhr am Rathausplatz und ziehen nach einigen Reden gemeinsam zum Stand der AfD am Hugenottenplatz!

    Lasst uns gemeinsam klarmachen, dass die AfD weder hier noch irgendwo sonst einen Platz hat!

    🗓 31.01.2026
    🕖9:30 Uhr
    📍Rathausplatz

  • GRÜNDUNGSERKLÄRUNG ANTIFA AUFBAU ERLANGEN

    GRÜNDUNGSERKLÄRUNG ANTIFA AUFBAU ERLANGEN

    Link: Antifa Aufbau Erlangen Blog

    Die faschistische Bedrohung wird immer größer. In den letzten Jahren konnte die rechte Szene immer mehr Zulauf verzeichnen und hat inzwischen auch einen etablierten und großen parlamentarischen Arm, die AfD. Das Erstarken der AfD steht jedoch nicht, allein, auch die meisten bürgerlichen Partien steigern mehr oder weniger offen in das Wettrennen nach Rechts ein. Die politische Atmosphäre in Deutschland ist geprägt von Rassismus und der Vorbereitung auf imperialistische Kriege. Gleichzeitig erhalten die Repressionsorgane immer mehr Kompetenzen um jeden Widerstand gegen Faschist:innen, Autoritarisierung und Kriegsmobilmachung gewaltsam niederzuschlagen. Angetrieben durch die allgegenwärtige Hetze ist die AfD ist inzwischen in ganz Deutschland stark. Auch andere neonazistische Partien wie die Heimat und der Dritte Weg sind weiterhin aktiv, organisieren Aufmärsche und bedrohen besonders Migrant:innen und queeres Leben. Dem Gegenüber steht eine antifaschistische Bewegung die selten gemeinsame Schlagkraft entwickelt.

    Situation in der Region:

    Die AfD ist auch in Erlangen und der Umgebung aktiv. Außerhalb von Wahlkämpfen tritt die Partei in Erlangen selbst kaum offen in Erscheinung und auch ihre Wahlergebnisse sind im Stadtgebiet noch verhältnismäßig niedrig. Anders ist die Situation im Landkreis und der Region. Dort fühlt sich die AfD pudelwohl, präsentiert sich gerne und ist auch vielerorts willkommen.
    Das Spektrum aus rechtsradikalen Überresten der ehemaligen Proteste gegen die Coronamaßnahmen ist gerade in Mittelfranken noch groß und stellt ein Sammelbecken und Rekrutierungsort für Neonazis und Faschist:innen da. Einen vorübergehenden Höhepunkt erreichten die Aufmärsche des sogenannten „Team Menschenrechte“, welches auch die „Gemeinsam für Deutschland“ Proteste in Nürnberg organisierte im letzten Jahr. Auch durch konsequente antifaschistische Praxis haben die wöchentlichen Demos an Momentum verloren, sind nichtsdestotrotz weiterhin gefährlich.
    In Erlangen selbst haben wir besonders mit Burschenschaften zu kämpfen. Gerade die Burschenschaft „Frankonia“ ist ein wichtiges Szeneobjekt in dem mehrere bekannte Faschisten wohnen und das regelmäßig als Örtlichkeit für Treffen und Veranstaltungen von Rechtsradikalen der gesamten Region dient. So haben sich dort zum Beispiel vor nicht all zu langer Zeit Neonazis vernetzt welche im Umfeld des „Team Menschenrechte“ in Erscheinung getreten sind. Wohnhaft sind in der Frankonia unter anderem auch Kader der IB Bayern. Beim Gründungstreffen der neuen AfD-Jugend „Generation Deutschland“ waren auch Personen aus dem Umfeld der Frankonia anwesend.

    Über uns:

    Der Kampf gegen all diese Teile des faschistischen Spektrums muss aktiv organisiert und geführt werden. Hierzu wollen wir einen Beitrag leisten.
    Wir verstehen uns dabei als eine Ergänzung und kein Konkurrenzprodukt zu bisher bestehenden Strukturen und Organisationen.
    Unser Ziel ist die Weiterentwicklung des antifaschistischen Kampfes und der Aufbau einer Antifaschistischen Aktion. Hierzu müssen wir uns weiterbilden, vernetzen und voneinander lernen. Der konsequente Kampf gegen Faschist:innen benötigt ein vielschichtiges Herangehen. Die Aktionsformen dieses Kampfes können wir, wenn wir diesen effektiv führen wollen, uns nicht diktieren lassen.
    Wir sind ansprechbar in Bündnissen und für alle die mit uns zusammenarbeiten wollen. Gleichzeitig schützen wir unsere Strukturen.
    Unser Antifaschismus hat keinen Kampagnencharakter sondern ist 365 Tage im Jahr der zentrale Gegenstand unserer politischen Praxis. Da wir als Erlanger:innen diesen Kampf nicht alleine führen können, vernetzen wir uns auch überregional.
    Wir kämpfen solidarisch mit all denjenigen die an unserer Seite gegen jede Form des Faschismus stehen, ob in Erlangen, Bayern oder ganz Deutschland.

    Faschismus:

    Wir sehen den Faschismus im Kapitalismus als den letzte Ausweg für das Kapital, wenn sich das System in einer Krise befindet. Mit seinem autoritärem und repressiven Charakter ist er ein bewährtes Mittel, um eine kämpferische Arbeiter:innenbewegung niederzuschlagen, die sonst die Vorherrschaft des Kapitals beenden würde. Er stellt somit die reaktionärste Form des Kapitalismus da. Wollen wir dem Faschismus dauerhaft den gar aus machen müssen wir daher ihm den Nährboden entziehen und den Kapitalismus überwinden. Will eine Arbeiter:innenbewegung dies schaffen, muss sie auch vor der faschistischen Reaktion, durch eine antifaschistische Aktion verteidigt werden, zu deren Aufbau wir etwas beitragen wollen.
     
    Die antifaschistische Aktion aufbauen!

    Antifaschistischer Aufbau Erlangen

  • Solidarität mit Venezuela

    Solidarität mit Venezuela

    Geht mit uns morgen (Sonntag, 04.01.) um 15:00 Uhr gemeinsam auf die Straße für Frieden, Freiheit und die Souveränität von Venezuela!
    Letzte Nacht haben die USA Venezuela angegriffen und dessen Staatschef Maduro entführt.
    Wieder einmal geht es dabei nur um die staatlichen Interessen der USA: insbesondere um die Erdölvorkommen Venezuelas, sowie die Vormachtstellung der USA, die eine mit konkurierenden Großmächten verbündete Regierung stürzen wollen.

    Lasst uns gemeinsam klarmachen, dass wir diesen Angriff grundlegend ablehnen: Unsere Solidarität gilt den Menschen in Venezuela und allen anderen, die unter US Imperialismus leiden!

  • Antifaschismus vom Kopf auf die Füße stellen

    Antifaschismus vom Kopf auf die Füße stellen

    Antifaschismus vom Kopf auf die Füße stellen

    Die Gefahr des Faschismus lässt sich nicht von seiner Ideologie her denken – Antwort auf einen Diskussionsbeitrag der Antifa AG der Interventionistischen Linken zur Widersetzen-Bewegung

    In ak 720 reagierte die Antifa AG der Interventionistischen Linken (IL) auf Raul Zeliks Kritik am Brandmauerantifaschismus (ak 716). In ihrem Artikel, der zugleich zur Blockade der Gründung der neuen AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland in Gießen mobilisierte, beschwören die Autor*innen, dass die Kampagne Widersetzen »mehr als Brandmauer« sei. Worin dieses Mehr liegt, bleibt allerdings fraglich. Vielmehr offenbaren sich in der Darlegung einer auf die AfD fokussierten Antifa-Strategie einige Irrtümer, die – über Wortklaubereien hinausgehend – zu adressieren geboten ist, im Sinne eines Antifaschismus mit strategischer Klarheit.

    Falsche Definition

    Ein grundlegender Fehlschluss der Antifa AG zeigt sich schon in der Bestimmung des diskutierten Gegenstandes. Faschismus definiert sie als ideologisch motivierten Kern der AfD, der über ökonomische und machtpolitische Interessen hinausgehend »einen Umbau zu einem völkischen, diktatorischen, ultramännlichen Staat« plane. Die Frage, wie ein solcher Staatsumbau nicht machtpolitisch sein kann, einmal dahingestellt, versteht diese Definition Faschismus als ideologisches Phänomen, unterschieden vom und im Widerstand zum bürgerlichen Staat. Deutlich wird das, wenn die Antifa AG die Kämpfe gegen die autoritären staatlichen Entwicklungen von den Kämpfen gegen die AfD trennt. Es sei die AfD, die die bürgerlichen Parteien mit ihrer Ideologie zur Rechtsentwicklung treibe, und die das Momentum autoritärer Politik organisiere. Die rechte Ideologie wird als Motor der derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklung identifiziert.

    Ein Antifaschismus, der die Gefahr des Faschismus – unabhängig von bestehenden materiellen Bedingungen – von seiner Ideologie her denkt, steht jedoch Kopf. Nicht Ideologien sind der Motor der Geschichte, und Faschismus ist mehr als die Überzeugung Einzelner oder von Gruppen von Menschen. Und erst recht existiert er nicht außerhalb oder im Widerspruch zu bürgerlichen Verhältnissen. Faschismus an der Macht ist eine Form bürgerlicher Herrschaft, die dann möglich oder notwendig wird, wenn diese Herrschaft bestimmte Bedingungen hervorbringt. Auch vor seiner Machtausübung bildet er als Bewegung, vom (noch) nichtfaschistischen politischen Establishment geduldet oder gar unterstützt, ein Werkzeug der Herrschaftssicherung.

    Den Rahmen, in dem die AfD sich mit ihren faschistischen Mitgliedern entfaltet, bilden die Entwicklung des krisenhaften Neoliberalismus und die Legitimationsprobleme der um ihre Marktdominanz bangenden westlichen imperialistischen Zentren. Deren Regierungen normalisieren spätestens seit 2008 immer mehr den Griff zu autoritären und nationalistischen Maßnahmen. In diesem Ökosystem blühen AfD, MAGA und vergleichbare rechtsextreme Akteur*innen als Ausdruck bestehender Verhältnisse der bürgerlichen Gesellschaft. Dabei agieren AfD, Reform UK und andere nicht außerhalb des bürgerlichen Staates, sondern sind als parlamentarische Parteien Teil seiner Institutionen. Folglich profitieren sie auch von Entwicklungen des Staates, die Zelik als Faschisierung beschreibt und deren Bekämpfung die Antifa AG der IL als vom Kampf gegen die AfD unterschieden wissen will.

    Bewegungsmomenten entlang gesellschaftlicher Stimmungslagen hinterherzulaufen, ist keine Strategie, sondern das Ticket in den Activist-Burnout.

    So kann man der These, dass die AfD einen umstürzlerisch-faschistischen Kern habe, schwer folgen. Sicher bestehen der Flügel um Höcke und die Generation Deutschland aus strammen Faschos. Bislang stellt die Partei dennoch ein Programm vor, dessen Umsetzung im Rahmen des derzeitigen neoliberalen Status Quo möglich wäre, ohne faschistischen Coup – und vereint damit Elemente in ihren Reihen, die auch geopolitisch durchaus widersprüchliche Tendenzen verkörpern. Das soll nicht ausschließen, dass es innerhalb der AfD zu einem Bruch kommen kann, woraufhin sich ihre faschistischen Teile verselbstständigen. Genauso im Auge behalten sollte man derzeit aber, wie gut rechtsradikaler, autoritärer Etatismus zum Beispiel unter den Melonis, Erdoğans oder Modis dieser Welt auch mit Integration faschistischer Elemente, aber ohne Aufhebung des parlamentarischen Rahmens, funktioniert. 

    Ein Augenmerk auf aktuelle Erscheinungsformen faschistischer und teilfaschistischer Formationen legen die Autor*innen indes nicht. Stattdessen deuten sie, in Anlehnung an die Gestalt des historischen Nationalsozialismus, an, dass der Fokus auf staatliche Entwicklungen den Blick auf die soziale Basis der AfD als mögliche faschistische Straßenmacht erschwere. (Dabei ignorieren sie den Umstand, dass die soziale Basis historischer Faschismen, das Kleinbürgertum, heute in Deutschland de facto keine Rolle mehr spielt.) Bei der Bestimmung, welche Form von Straßenmacht Faschismus an der Macht derzeit ins Feld führen könnte, sollten staatliche Faschisierung und imperialistische Militarisierung aber gerade nicht außer Acht bleiben. Beispielhaft ist der Einsatz der Berliner Polizei als Straßenschlägertrupp, der wöchentlich auf die Palästina-Soli-Bewegung als eine der wichtigsten aktuellen antifaschistischen Bewegungen einprügelt, oder die Aufstellung der Heimatschutzdivision der Bundeswehr, in der Aufgabenbereiche von Militär und Polizei verschmelzen. Dass solche Maßnahmen die Schaffung von Milizen für rassistische Pogrome obsolet machen, wird derzeit in den USA demonstriert, die Integration von faschistischen Paramilitärs in die staatliche Armee wiederum in der Ukraine. Das zu berücksichtigen bedeutet, Bewegungsspielräume auszubooten, die die AfD und ihre rechtesten Elemente in ihrem Sinne nutzen können. Wie die Antifa AG darin eine Einladung erkennen will, die »Gefahren faschistischer Parteien auszublenden«, bleibt schleierhaft.

    Strategieprobleme

    Auf wackeligen faschismustheoretischen Füßen stehend, sind auch die strategischen Vorschläge des Artikels diskutabel. Die AfD-Scheuklappen dienten dem notwendigen Schutz bedrohter trans Personen vor dem faschistischen Umsturzversuch, so die Autor*innen. Währenddessen kommt, von den kopfstehenden Antifaschist*innen unbemerkt, aus dem unumgestürzten Staatsapparat der Vorschlag zur Schaffung eines Sonderregisters für transgeschlechtliche Menschen, womit deren Verfolgung in die Tat umgesetzt werden kann – wofür das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz der Ampel und die Debatte um automatisierte Datenweitergabe (ak 696) die Grundlage geschaffen haben, nicht die Abschaffung des liberaldemokratischen Staates durch die AfD. 

    Überdies wirft der Vorschlag, einen Keil zwischen Schwarz und Blau zu treiben, Fragen auf. Wie soll das gelingen? Würde das nicht das Bild der AfD als unantastbares Anderes außerhalb des bürgerlichen Systems stützen? Ist nicht eher geboten, ihre Gemeinsamkeit mit den Systemparteien zu betonen, um ihr die Maske der Alternative vom Gesicht zu reißen? 

    Aber auch abseits der Diskursebene kann man sich fragen, ob bei Widersetzen strategisch alles gut so ist, wie es ist, wie die Antifa AG es schreibt. Als Erfolge werden Parteitage des faschistischen Erzfeindes aufgezählt, die, wenn auch verzögert, trotz allem stattgefunden haben, und auch die Neugründung der AfD-Jugend wurde nicht verhindert. Man klopft sich auf die Schulter, ob der Dynamik von »Bewegungsmomenten« und klappert linke Phrasen ab, von Organisierung und Gegenmacht, ohne darzulegen, wie diese Gegenmacht denn nun konkret organisiert werden soll, die es, an etablierten Blockade-Taktiken festhaltend, nicht schafft, Veranstaltungen der AfD zu verunmöglichen. Bewegungsmomenten entlang gesellschaftlicher Stimmungslagen hinterherzulaufen, statt Wege zu suchen, diese progressiv zu beeinflussen, ist keine Strategie, sondern das Ticket in den Activist-Burnout, wenn Repressionen und abklingendes populäres Interesse den Moment verpuffen lassen.

    Man muss begangene Fehler nicht wiederholen, sondern kann von ihnen lernen. Ausgerechnet die KPD, für viele zeitgenössische Linke ein auf die Sozialfaschismusthese reduziertes rotes Tuch, wenn es um antifaschistische Strategien geht, kann hier Hilfreiches beitragen. Über die Gründung, Arbeit und Fehler des Antifa-Originals resümierte Ernst Thälmann im August 1932: »Die Antifaschistische Aktion war zu viel gelenkt auf Demonstrationen, auf Konferenzen, auf die Offensive gegen den Naziterror, was zweifellos eine gute revolutionäre Seite hat; aber die Antifaschistische Aktion war zu wenig orientiert auf die strategische Arbeit in den Betrieben und an den Stempelstellen.« Bewegungsmoment war da, reichte aber nicht aus. Gegenmacht entsteht nicht, oder nur bedingt auf Protesten und bei Blockaden. Sie entwickelt sich durch nachhaltige Organisierung in unseren Kiezen, Betrieben, lokalen queeren Zentren, Gewerkschaften und so weiter, um dann auf Demonstrationen und Streiks entfaltet zu werden, um tatsächlich erfolgreich Parteitage, Waffenproduktion, Zwangsräumungen oder Abschiebungen zu verhindern, statt nur zu verzögern. Die alltägliche Arbeit mit Nachbar*innen, Kolleg*innen oder Mitschüler*innen gegen Austerität, Militarisierung und die autoritärer werdende bürgerliche Herrschaft ist keine Aufgabe abseits des Kampfes gegen den Faschismus; sie ist der Kampf gegen den Faschismus als Geschöpf des Kapitalismus

    Mine Pleasure Bouvar
    Veröffentlicht 2026

  • Die Agenda 2030 ist die Agenda der AfD

    Die Agenda 2030 ist die Agenda der AfD

    Morgen lesen wir gemeinsam die Texte „Die Agenda 2030 ist die Agenda der AfD“ und „Alle Strategien gegen die AfD sind gescheitert“ mit anschließender Diskussion.
    Kommt gerne vorbei!